Checkpoints zur Anschaffung eines Kaninchens

Am Anfang jeder Heimtiergeschichte stehen Begeisterung, Interesse, liebevolle Gefühle und jede Menge gute Absichten. Alle erfreuen sich: die Kinder am niedlichen Kaninchen, die Eltern an der Freude der Kinder. Dem neuen Mitbewohner soll es an nichts fehlen.

Einige Wochen später ist aus dem kleinen Familienliebling ein gewöhnliches, vielleicht unerwartet großes und gar nicht mehr so niedliches Kaninchen geworden. Das Tier hat eine eigene Persönlichkeit entwickelt, die uns vielleicht gar nicht mehr gefällt. Säubern und Füttern wird zur Last. Freilauf wird für das Tier immer seltener. Das ehemals geliebte Langohr wird zum lästigen Anhängsel, welches man dann in irgendeine Ecke stellt und schließlich weggibt oder sogar aussetzt (und somit meistens einem tödlichen Schicksal überlässt).

Wirklich Interessierte sollten sich vor der Anschaffung von Kaninchen eingehend mit deren Bedürfnissen beschäftigen und sich ausführlich darüber informieren.

Deshalb sollten wir uns folgende Fragen vor der Anschaffung eines Kaninchens stellen:

  • Steht uns ein genügend großer Garten zur Verfügung?
  • Können wir darin ein Gehege installieren?
  • Wenn nein können wir für genügend Auslauf in der Wohnung sorgen?
  • Haben wir die anfallenden Kosten berücksichtigt?
  • Wer versorgt das Tier regelmäßig?
  • Haben wir ausreichend Zeit für die Betreuung unseres Kaninchens?
  • Ist es uns bewusst, dass mindestens zwei Tiere zusammen leben sollten?
  • Ist für eine Ferienbetreuung gesorgt?
  • Ist uns klar, dass Kaninchen bis zu 10 Jahre alt werden und wir somit lange für sie die Verantwortung tragen?

Sie sollten sich versichern, dass niemand in Ihrer Familie, wenn er täglich mit dem Kaninchen in Kontakt kommt, eine Tierhaarallergie hat. Wenn Sie bereits Allergien haben, sollten Sie vorsichtshalber einen Allergietest machen.

Kaninchen für Kinder anzuschaffen ist nur dann sinnvoll, wenn mindestens ein Elternteil mit viel Freude und Verantwortungsbewusstsein dahinter steht. Denn Kinder sind mit der alleinigen Pflege und Betreuung ihres Kaninchens überfordert. Kaninchen melden sich nicht, wenn sie Hunger oder Durst haben oder wenn ihr Stall gesäubert werden muss. Sie leiden still vor sich hin ergeben sich in ihr Schicksal.

Nur Erwachsene sind in der Lage, ihre Tiere sorgfältig zu beobachten, um Unwohlsein und Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und ihre Lieblinge ggf. zum Tierarzt zu bringen. Sie dienen als Vorbild ihrer Kinder, liebevolle und verantwortungsvolle Tierhalter zu sein.

Mehrere Textpassagen und Informationen wurden dem Buch „Artgerechte Haltung - ein Grundrecht auch für (Zwerg-)Kaninchen” von Ruth Morgenegg entnommen.

Ein toller Kaninchenratgeber zu Haltung und Ernährung ist auch dieser Link: www.kaninchenwiese.de


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