Wie bleibt Ihr Meerschweinchen gesund?

Es ist unbestritten, dass Haltungs- und Fütterungsfehler die häufigsten Ursachen für Erkrankungen sind. Viel Platz, Bewegung und Abwechselung sowie eine ausgewogene Ernährung sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Gesundheit eines Meerschweinchens. Kontrollieren und beobachten Sie Ihre Tiere täglich bzw. wöchentlich.

Täglich zu kontrollieren ist das Fressverhalten. Ein Meerschweinchen, das nicht frisst und Gewicht verliert, muss sofort zu einem Kleintierarzt gebracht werden! Wöchentlich sollten Sie folgende Punkte kontrollieren:

  • Den Analbereich – ist der Afterbereich verklebt oder erkennen Sie Pilzbefall oder Wurmbefall?
  • Die Krallen – sind sie zu lang und müssen evtl. gekürzt werden?
  • Den Fellzustand – erkennen Sie Hautpilz oder Parasiten wie Milben oder Flöhe?
  • Die Zähne - werden sie richtig abgenutzt oder müssen sie gekürzt werden?
  • Die Augen – blicken sie klar oder sind sie verklebt?
  • Die Nase – sie sollte sauber und trocken sein und nicht verklebt oder gar eitrig/blutig
  • Das Kinn und die Maulecken – sind sie blutig, verklebt oder eingerissen?
  • Das Gewicht – ist Ihr Meerschweinchen zu mager oder hat es plötzlich einen dicken Bauch?
  • Verändertes Verhalten – wirkt Ihr Meerschweinchen plötzlich sehr apathisch, unruhig oder aggressiv?

Sollte eines oder mehrere der Symptome zutreffen, ist ein Arztbesuch notwendig!

Achten Sie auf die richtige Ernährung sowie die richtige Reihenfolge der Fütterung, um Verdauungsproblemen und Vitamin–C–Mangel vorzubeugen.

Wie auch die Kaninchen, sind Meerschweinchen sehr hitzeempfindlich. Sorgen Sie immer für Schattenplätze, die offen und gut belüftet sind und für ausreichend frisches Wasser.

Ein krankes Meerschweinchen sollte nach Möglichkeit nicht aus der Gruppe genommen werden. Die Ansteckungsgefahr ist sowieso meist vor Ausbruch einer Krankheit am größten.

Besser ist es, die gesamte Gruppe mit Vitamin C zu versorgen, um die Auswirkungen viraler Infektionen einzudämmen. Ein krankes Meerschweinchen, das in seiner Sippe belassen wird, hat mehr Lebenswillen und wird oft schneller gesund als ein Tier, das man aus seinem gewohnten Lebensraum herausreißt.

Meerschweinchen sind Fluchttiere, sie erschrecken schnell. Deshalb sollte man hektische Bewegungen und Zupacken von oben vermeiden, auch der Griff ins Genick der Tiere ist gesundheitsschädlich. Am besten fasst man mit einer Hand unter das Hinterteil, mit der anderen an den Rücken und hebt es dann vorsichtig nach oben. So löst man bei den zartgliedrigen Tieren am wenigsten Stress aus.

Um aktiv Gesundheitsvorsorge zu leisten, gehört dazu die Bereitschaft und die Fähigkeit des Tierhalters, das Unwohlsein seines Meerschweinchens frühzeitig zu erkennen und den Tierarzt aufzusuchen, bevor es zu spät ist!

Mehrere Textpassagen und Informationen wurden dem Buch „Artgerechte Haltung - ein Grundrecht auch für Meerschweinchen” von Ruth Morgenegg entnommen


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