Verein und Geschichte

Was leistet eigentlich unser Tierschutzverein?

Dazu muss man wissen: Kaum ein Tierheim befindet sich in öffentlicher Hand!

scoby90 % aller deutschen Tierheime werden fast ausschließlich von den jeweiligen örtlichen Tierschutzvereinen unterhalten. So wird auch das Bocholter Tierheim fast ausschließlich vom Tierschutzverein Bocholt un Umgebung e. V. getragen. Lediglich für die Aufnahme und Aufbewahrung von Fundtieren wird ein geringer Betrag von der Stadt gewährt, da es eigentlich Aufgabe der Stadt wäre, für eine Unterbringung zu sorgen.

Im Tierheim Bocholt waren im Jahr 2005 durchschnittlich 40 Hunde, 50 Katzen und 30 Kleintiere untergebracht. Allein die tierärztliche Grundversorgung, die wir grundsätzlich bei jedem Tier, das wir bei uns aufnehmen, vornehmen lassen, ist eine sehr kostspielige Angelegenheit. Die tierärztliche Grundversorgung umfasst alle notwendigen Schutzimpfungen, die Kastration, die Entwurmung und Entflohung.

Unregelmäßige Einnahmen machen das Wirtschaften schwer

Der Tierschutzverein ist auf die Spendenbereitschaft der Bocholter Bürger und auch der Bocholter Firmen angewiesen. Kleinere und größere Spenden sind zwingend erforderlich, um die finanzielle Notlage, in der sich das Tierheim mittlerweile befindet, in den Griff zu bekommen.

Ausgaben übersteigen Einnahmen um ein Vielfaches


Die Einnahmen des Tierheims reichen gerade, um den laufenden Betrieb zu erhalten. Wesentliche Kostenfaktoren: Reparatur- und Instandhaltung des Tierheims, Tierarztkosten, Personalkosten. Um nicht falsch verstanden zu werden: Mitarbeiter von Tierheimen werden sicherlich nicht überdurchschnittlich gut bezahlt. Im Gegenteil. Für eine Arbeit im Tierheim ist ein hohes Maß an Engagement erforderlich. Große Einsatzbereitschaft, häufige Überstunden, Wochenendarbeit sind keine Ausnahmen, sondern die Regel. Konfrontation mit Tierleid, Konfrontation mit Menschen, die ihre Tiere quälen, Ärger mit unseriösen Erwerbern gehören leider teilweise zur Tagesordnung und müssen mit guten Nerven gekontert und auch verarbeitet werden.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Eine gehörige Portion Idealismus braucht jeder, der im Tierschutz arbeitet, ob hauptberuflich oder ehrenamtlich. Ohne die Hilfe der ehrenamtlichen Mitarbeiter sähe die Situation des Tierheims weit dramatischer aus: Die freiwilligen Helfer führen die Hunde aus, sammeln Spenden oder stellen Spendenboxen auf, arbeiten bei unseren Veranstaltungen mit oder übernehmen andere wichtige und zeitaufwändige Arbeiten im Verein. Diese Arbeiten sind nicht nur unbezahlt, wie auch der gesamte Vorstand tragen auch die Ehrenamtlichen die ihnen entstehenden Kosten, wie Benzinkosten oder Telefongebühren komplett selbst.

Haben Sie Lust, dem Tierschutzverein und damit dem Tierheim zu helfen?

Es gibt reichlich Möglichkeiten, dies zu tun: Arbeiten Sie ehrenamtlich mit! Gehen Sie während unserer Öffnungszeiten mit einem unserer Hunde Gassi, backen Sie einfach einen Kuchen für die an jedem Sonntag geöffnete Tierheim-Cafeteria oder für unseren nächsten Tag der offenen Tür, geben Sie eine Sachspende für unsere nächste Tombola. Können Sie basteln oder haben Sie Sachen für unseren Verkaufsstand unserer nächsten Veranstaltung abzugeben? Sie suchen nach einer anderen Alternative? Machen Sie Werbung für Ihr eigenes Engagement, indem Sie Ihren Freunden und Bekannten vom Tierschutzverein und seinen Aufgaben erzählen. Vielleicht ist jemand darunter, der dem Tierheim so wie Sie wohlgesonnen ist. Sie sehen, den Hilfsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Bitte spenden Sie auf unser Konto Tierheim in Not:
Kontonummer: 900 900 100
Volksbank Bocholt
Bankleitzahl: 428 600 03


Geschichte des Tierschutzvereins

Der Ursprung des heutigen Tierschutzvereins Bocholt und Umgebung e. V. liegt in dem im Jahre 1921 gegründeten Verein für Natur-, Tier und Heimatschutz. 1955 spaltete sich eine Gruppe von ca. 30 Mitgliedern, der Sektion Tierschutz, ab und gründete den Tierschutzverein Bocholt.

Von den damaligen Gründungsmitgliedern ist nach wie vor Herr Karl-Heinz Furtmann, der 28 Jahre lang Vereinsvorsitzender war, heute noch als Ehrenpräsident aktiv.

Auch in den Anfangsjahren kümmerte sich der Verein so wie heute um die herren- bzw. besitzerlosen Tiere in Bocholt und Umgebung. Untergebracht wurden die Tiere damals in privaten Pflegestellen bis 1960 mit der Planung des Tierheimbaus begonnen wurde. Das dazu erforderliche Grundstück pachtete der Verein 1965 von der Stadt Bocholt. Zunächst wurde ein Hundehaus mit angrenzendem Verwaltungsraum erbaut. Nach zweijähriger Bauzeit wurde 1967 das Tierheim an der Wiener Allee eröffnet. Die Aufnahmekapazität war bald erschöpft, so dass An- und Neubauten erfolgen mussten. So wurde 1972 ein Katzenhaus erbaut, 1985 ein Wirtschaftsgebäude mit Verwaltungsräumen, 1986 und 1992 folgten zwei Hundeaußenanlagen. Auch heute ist es eine der vornehmlichen Aufgaben des Tierschutzvereins, das Tierheim, das sich mittlerweile in sehr schlechtem baulichen Zustand befindet, kontinuierlich zu renovieren und in seiner Aufnahmekapazität sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern. Die Außenanlagen sowie die Anlagen zur Unterbringung der Hunde wurden im Jahr 2003 bereits weitestgehend saniert.

Beispielsweise haben wir aus Einzel-Hundeboxen Doppelboxen gemacht.

Diese Umbau- und Renovierungsarbeiten wurden durch Eigenleistung und durch Spenden verschiedener Unternehmen und Handwerker finanziert. Ein uns im Jahr 2003 von einem großzügigen Förderer gespendetes Blockhaus bildet nun den Grundstock für den Bau eines neuen Kleintiergeheges, welches wir zu unserer großen Freude in 2004 fertig stellen konnten. Zudem konnten wir speziell für unseren Katzennachwuchs und die Katzenfamilien eine Quarantänestation einrichten. Neuankömmlinge können so zunächst isoliert und untersucht werden, so dass eine optimale Versorgung gewährleistet ist. Unsere kranken und dadurch noch flugunfähigen Tauben haben eine neue Voliere bekommen, um in Ruhe geschützt wieder gesund zu werden.


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