Die wichtigsten Hundekrankheiten

Parvovirose

Eine Viruserkrankung, die häufig auf Ausstellungen, wo viele Hunde zusammen sind, übertragen wird. Anzeichen: plötzlich auftretender, blutiger Durchfall, starkes Erbrechen, das ebenfalls blutig werden kann. Der Hund wird apathisch, verweigert die Nahrungsaufnahme und leidet unter starkem Flüssigkeitsmangel. Der Erreger, das Parvio-Virus, wird von erkrankten Tieren massenhaft mit dem Kot ausgeschieden und ist in der Aussenwelt sehr lange lebensfähig (bis zu 6 Monate!). Typische Ansteckungsquellen sind mit Kot beschmutztes Futter, Gegenstände und Kleidung.

Tollwut

Die schlimmste aller Viruserkrankungen ließ sich bisher nicht ausrotten oder eindämmen. Anzeichen: abnormes Verhalten, Beißwut, Lähmungen und Krämpfe, Schluckbeschwerden. Die Schutzimpfung der Hunde ist besonders wichtig, da so die Übertragungskette vom erkrankten Wildtier auf den Menschen unterbrochen wird. In Tollwutsperrbezirken ist die Impfung für den Hund unter Umständen lebensrettend, da frei laufende Hunde als tollwutverdächtig getötet werden können, wenn sie nicht die Tollwutimpfmarke mit der Jahreszahl der letzten Impfung am Halsband tragen.

Staupe

Es handelt sich dabei um eine Virusinfektion, die 2 bis 7 Tage nach der Ansteckung ausbricht. Da das Virus in der Außenwelt einige Zeit bestehen kann (bis zu 6 Monate), ist nicht nur eine Übertragung von Hund zu Hund möglich, sondern auch indirekt über den Menschen. Besonders empfindlich sind Junghunde. Von den Symptomen her unterscheidet man mehrere Verlaufsformen. Bei der Darmstaupe kommt es zu Fieber, Durchfall und Erbrechen. Die Lungenform geht mit einer Entzündung des oberen Atemtraktes einher und in der Folge kommt es auch zu einer Lungenentzündung. Die nervale Form (Symptome wie Krämpfen, Lähmungen, etc.) nimmt in der Regel den ungünstigsten Verlauf. Die Staupe ist keine reine Welpenkrankheit. Durch systematische Impfung wurde sie stark zurückgedrängt, ist aber nicht verschwunden.

Hepatitis contagiosa canis

Eine durch Viren hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung. Die Übertragung erfolgt über den Kontakt mit anderen Hunden oder an durch Kontakt zu Körperausscheidungen (Kot, Urin, Speichel) anderer Hunde. Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, vermehrter Durst und Appetitverlust. In der Folge treten Bauchschmerzen auf. Die Hunde werden sehr berührungsempfindlich! Bei Welpen verläuft die Erkrankung zumeist tödlich.

Leptospirose

Eine bakterielle Infektion, die hauptsächlich durch Nagetiere übertragen wird. Manchmal kommen diese Erreger aber auch in stehenden Gewässern vor. Die Tiere werden matt, haben Fieber, bekommen Durchfall und Gelbsucht.

Zwingerhusten

Bei Zwingerhusten handelt es sich um eine Infektionskrankheit. Er ist also ansteckend. Erreger sind Viren (z.B. Parainfluenza, canines Adenovirus2, teilweise Herpes virus canis und auch das menschliche Grippevirus A2) und manche Bakterien und Bakterienverwandte (Bordetella, Mykoplasma). Die Übertragung der Erreger geschieht durch Tröpfcheninfektion, das heißt: Der Erkrankte niest oder hustet den Erreger aus und dieser wird durch den Luftstrom zum nächsten "Opfer" getragen. Einige Tage (zwischen 3 und 14) nach der Ansteckung treten Atembeschwerden, Husten und Nasenausfluß auf. Der Husten kommt schlagartig und ist oft mit einem Würgereiz bzw. Erbrechen von weißem Schleim verbunden. Der Nasenausfluss ist zu Beginn meist klar, kann aber auch eitrig werden. Menschen mit Grippe können ihre Hunde anstecken - umgekehrt aber nicht!

Parainfluenza

Der Parainfluenza-Virus löst eine influenza-ähnliche Erkrankung aus, die sich als trockener, sehr heftiger Husten zeigt. Diese Viren spielen im Zwingerhustenkomplex eine Hauptrolle.

Quelle: www.tierarzt-auf-raedern.de


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