Bewegung Ihres Hundes

Jeder Hund muß sich alle paar Stunden lösen. Das bedeutet, daß wir ihn viermal am Tag ausführen müssen. Dabei schätzt er einen ausgiebigen Spaziergang. Je später der letzte Ausgang am Abend ist, desto länger kann man am nächsten Morgen im Bett bleiben.

In der Wohnung hat der Hund seinen festen Platz: eine Kiste oder einen Korb, der in einer möglichst ruhigen und zugfreien Ecke stehen soll. Hunde brauchen mehr Ruhe, als wir Menschen annehmen.

Richtlinien für die Bewegung Ihres Hundes

Die regelmäßige Bewegung gehört zu den Grundbedürfnissen eines gesunden Hundes, wie gute Ernährung auch. So machen Sie und Ihr Hund das Beste daraus:
Verschiedene Hunde - unterschiedlicher Bewegungsbedarf. Alle Hunde brauchen und lieben das tägliche Bewegungstraining. Die Trainingsmenge hängt allerdings nicht nur von der Größe, sondern auch vom Alter und von der Rasse des Hundes ab.

Spaziergänge sind nicht nur wichtig, um den Hund fit zu halten.

Sie bieten ihm auch die Möglichkeit, neue geistige Anregungen zu bekommen und andere Hunde zu treffen. Dadurch kann er sich zu einem zufriedenen und gut angepassten Hund entwickeln, ohne problematisches Verhalten an den Tag zu legen. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund in Ruf- und Blickkontakt zu Ihnen bleibt. Erlauben Sie ihm nicht herum zu streunen, und lassen Sie ihn nie allein laufen. Vergessen Sie nicht, dass der tägliche Spaziergang sowohl Ihren Hund als auch Sie selbst in Form hält.

unerzogen?

Ist Ihr Hund noch unerzogen, gilt es nicht, Härte anzuwenden, sondern Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Sie müssen "Oberwasser" beweisen! Lassen Sie ihn auf keinen Fall - bevor Sie ihn nicht abschätzen und kontrollieren können - anfangs von der Leine.

Das ständige Wegziehen von anderen Hunden

Durch das ständige Wegziehen von anderen Hunden und den Leinenruck entwickelt Ihr Hund unter Umständen einen starken Beschützerinstinkt und kann sich beim Spaziergang keineswegs entspannen. Er läuft in einer ständigen "Hab-Acht-Stellung" neben Ihnen her, Aggressionen stauen sich mit der Zeit auf, und dann - von der Leine gelassen - hat er nichts anderes im Sinn, als diese angestauten Aggressionen gegen seine Artgenossen durch Angriff und Rauflustigkeit abzubauen. Später kann sich dieser ungesunde Verteidigungs- zwang auch gegen Menschen richten. Sollten Sie Schwierigkeiten in dieser Hinsicht bekommen, empfiehlt es sich, eine gute Hundeschule aufzusuchen um Ihren Hund in seinem Sozialverhalten zu normalisieren und wieder "gesellschaftsfähig" zu machen.

Beobachten Sie beim Herannahen anderer Hunde sein Verhalten und lassen Sie, vorausgesetzt der andere Hund ist nicht feindlich gesinnt, die Artgenossen sich gegenseitig beschnuppern.

Der Spaziergang an der Leine

Der Spaziergang an der Leine ist auch deshalb wichtig, weil der Hund Sie erst einmal akzeptiert haben muss, bevor Sie Erwartungen an ihn stellen können. Hat er Sie noch nicht als "Rudelführer" erkannt oder anerkannt, wird es ihn kaum kümmern, wenn Sie sich die Kehle aus dem Hals schreien. Umwelteinflüsse können oft stärker sein, die gute Kinderstube hat er erst einmal vergessen. Später, nachdem Ihr Hund Ihnen gehorcht und in gefahrloser Gegend - nicht an stark befahrenen Straßen - von der Leine gelassen, spielen Hunde unterschiedlichen Geschlechts harmlos miteinander - ein Pfiff oder Ruf und Ihr Hund weiß, wohin er gehört.

Training mit einem älteren Hund

Wenn Ihr Hund älter wird, ermüdet er schneller. Alte Hunde sehen oft schlecht, und auch ihr Gehör und andere Sinne (wie der Geruch) können abnehmen. Sie verhalten sich dann manchmal desorientiert und verlaufen sich, wenn sie von ihrem Besitzer getrennt werden. Lassen Sie daher Ihren Hund nicht zu weit weglaufen, wenn Sie mit ihm unterwegs sind. Auch wenn er weniger aktiv ist, ist ein vernünftiges Maß an Bewegung gut für ihn. Es belebt seinen Kreislauf, hält seine Gelenke in Schwung und verschafft ihm viel frische Luft. Außerdem gibt es ihm Gelegenheit, sich zu erleichtern. So vermeidet man Zwischenfälle im Haus, denn er kann möglicherweise Blase und Darm nicht mehr so kontrollieren wie als junger Hund. Nehmen Sie Ihren Hund auf kürzere, häufigere Spaziergänge mit. Aber zwingen Sie ihn nicht, über seine Grenzen hinaus zu gehen. Bei nassem Wetter trocknen Sie ihn gut ab, wenn Sie nach Hause kommen. Bei Eis oder Split auf den Straßen waschen Sie seine Pfoten, um Ekzeme und Infektionen zu vermeiden.


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